Filmpremiere

Die Premiere der Spots fand am 25. August 2010 im Lernzentrum im Baukasten statt.

Film 1: Greif ein! | Film 2: Lenk ab! | Film 3: Sei laut!

Neben den Darstellerinnen und Darstellern, die in Begleitung ihrer Eltern, Geschwister, Freunde und Ehepartner kamen, waren die Bezirksbürgermeisterin von Marzahn-Hellersdorf, der Präventionsbeauftragte der Polizei für den Bezirk und interessierte Bürgerinnen und Bürger sowie Vertreterinnen öffentlicher Einrichtungen anwesend.

Die Leiterin des Lernzentrums moderierte die Veranstaltung sehr kurzweilig mit Einlagen aus der Praxis. Die Darstellerinnen aus den Spots spielten noch einmal die Angriffsszene aus den Filmen nach, womit das Publikum für das Thema sensibilisiert werden sollte.

Im Workshop entstandene Notfallkarten wurden beispielhaft gezeigt und mit den dazugehörigen Handlungsstrategien erläutert. Die Präsentation der drei Filmspots bedachten die Zuschauerinnen und Zuschauer mit tosendem Applaus. Im Anschluss an die Präsentation kam es  zu einem intensiven Austausch zwischen den Anwesenden.

Auf der Titelseite

Die Presse … was man auch tut, positive Nachrichten sind schwer zu „verkaufen“. So waren wir mehr als überrascht, dass sich auf unsere einfache Pressemitteilung doch einige Tageszeitungen bei uns meldeten um zu berichten. Auch wenn es nicht die ganz Großen waren, so lohnt sich der Blick in die Artikel. Und man weiß ja nie, was noch kommt, bei den Ergebnissen!

Die Berliner Woche schreibt zu dem Projekt:

Zivilcourage mit Pfiff, Jugendliche drehten einen Film über Gewalt im Alltag: Während der Sommerferien führte das Medienkompetenzzentrum den Workshop in Zusammenarbeit mit der Stiftung Fabian Salars Erbe e.V. durch. Fabian Salar war 29 Jahre alt, als er sich vor zwei Jahren in Darmstadt in einem Streit schlichtend einmischte und dabei getötet wurde. Der Verein hat das Ziel, Zivilcourage bei Jugendlichen und Erwachsenen zu fördern. „Viele haben Angst, selbst zum Opfer zu werden, und wissen nicht, wie sie sich verhalten sollen“, sagt Jacqueline Graf vom Medienkompetenzzentrum in Hellersdorf.

Deshalb hat Helliwood das Angebot der Stiftung "Fabian Salars Erbe" gern angenommen, im Rahmen seines Programms „Ferienscheckheft“ in Hellersdorf den Workshop anzubieten. Die Teilnehmer gewann das Medienkompetenzzentrum noch vor Beginn der Ferien in den Schulen. Die Jugendlichen trafen sich während der zweiten Augustwoche im Baukasten. Teil des Programms waren Vorträge, Diskussionen und Rollenspiele. All das mündete in den Entwurf von kurzen Filmspots, die auf der Treppe zum Regine-Hildebrandt-Park eingeübt und abgedreht wurden.

Das Berliner Abendblatt brachte auf der Titelseite einen Teaser und schreibt dann:

Klappe Mädels, Jugendliche drehen Spots zu Gewalt: Die 13jährige Jenny sitzt auf der Treppe zum Regine Hildebrandt Park und liest Horrorgeschichten, da naht der echter Horror. Augenblicklich baut sich eine Mädchengruppe vor ihr auf und stänkert… Nochmal ruft der Kameramann, ich habe die Schärfe zu spät nachgezogen. Zurück zum Anfang, Klappe 4, die siebte. Obwohl der Dreh am Regine Hildebrandt Platz unter „Ferienprojekt läuft, steckt mehr dahinter als Ferienspaß von Jugendlichen.

Wir bedanken uns natürlich bei den Pressevertretern und hoffen einfach auf eine virale Verbreitung der Ergebnisse via Facebook, Twitter & Co.

Wie entsteht eigentlich ein Film?

Neben der Auseinandersetzung mit dem Thema „Mut im Alltag“ stand die Frage „Wie entsteht eigentlich ein Film?“ im Zentrum der medienpädagogischen Ferienprojektwoche. Unter der professionellen Anleitung der Filmemacher Tobias Steidle und Christian Griebel (LokO.film) gingen die Jugendlichen dieser Frage nach.

Von-der-kamera-zum-film
Ausgehend von den Filmscripten wurden die Jugendlichen in die Erstellung eines Drehplans eingeführt. Dabei setzten sie sich nicht nur mit den Handlungen und Requisiten auseinander, sondern lernten unter anderem die Vor- und Nachteile der unterschiedlichen Einstellungsgrößen und Kameraperspektiven kennen. Zudem wurde ihnen die Bedienung der Kamera sowie des Tongeräts und Mikrofons erklärt. Mit guten Tipps und einigen Hilfestellungen der Experten kümmerten sich die Jugendlichen, die in der zu drehenden Szene gerade nicht als Schauspieler aktiv waren, abwechselnd um Kamera, Ton und Klappe.

Am Filmset – Mischst du dich ein?

Fast jeder ist schon einmal Zeuge einer Gefahrensituation geworden. Doch viele Erwachsene und vor allem auch Kinder und Jugendliche greifen nicht ein, obwohl die Bereitschaft zum Helfen vorhanden ist. Neben der Angst, selbst zum Opfer zu werden, wissen viele nicht, wie sie sich richtig verhalten können.

Fs
Im Rahmen des Ferienscheckhefts 2010 führt Helliwood media & education in Kooperation mit Fabian Salars Erbe e.V. ein Filmprojekt zum Thema „Mut im Alltag“ durch.

Ferienprojektwoche „Am Filmset – Mischst du dich ein?“
09.August – 13.August 2010 | 10 – 15 Uhr
Lernzentrum im Baukasten (Helliwood media & education)
Riesaer Straße 2
12627 Berlin

Bei der Auseinandersetzung mit den Themen Mut und Zivilcourage werden die Jugendlichen durch Expertinnen des Vereins Fabian Salars Erbe unterstützt. Dieser engagiert sich seit Januar 2009 für mehr Zivilcourage und Toleranz. Der Erfahrungsaustausch bildet die Grundlage, gemeinsam Reaktionsmöglichkeiten und Verhaltensweisen in Gefahrensituationen zu erarbeiten. Im Laufe der Ferienwoche produzieren die Jugendlichen kurze Spots zum Thema „Mut im Alltag“, in denen sie vor und/oder hinter der Kamera mitwirken.

Förderer

Das Filmprojekt „Hier, hier oder hier“ wird im Rahmen der Bundesinitiative Xenos gefördert durch das Bundesministerium für Arbeit und Soziales und den europäischen Sozialfond. Darüber hinaus erfolgt die Umsetzung durch das Medienkompetenzzentrum Marzahn-Hellersdorf  im Rahmen der Berliner Initiative „Jugendnetz Berlin“.

Mehr dazu:
Projekt Chancenreich: www.chancenreich.info
Bundesinitiative Xenos, Integration und Vielfalt: www.xenos-de.de
Medienkompetenzzentrum Berlin Marzahn-Hellersdorf: www.das-lernzentrum.de
Landesinitiative Jugendnetz Berlin: www.jugendnetz-berlin.de

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